Böhmenkirch (BW) – Bei einem Großbrand in einem Industrie- und Galvanikbetrieb in Böhmenkirch (Kreis Göppingen) laufen große Mengen Chemikalien aus. Der Feuerwehr gelingt es, eine Umweltkatastrophe größeren Ausmaßes abzuwenden. Allerdings haben die Kräfte einige Probleme mit dem Löschwasser.
Gutachter und Fachberater analysieren und messen, wo das verunreinigte Löschwasser geblieben ist und wie hoch es belastet ist. Ein Teil befindet sich noch im Bereich des Brandraums. Es kann in dieser Betonwanne gut kontrolliert werden. Ein Teil befindet sich in Tanks und im Untergeschoss. Ganz erhebliche Mengen haben aber durch unkontrollierte Ströme und Regenwasserkanäle auch den Weg in Außenbereiche gefunden. In Regenauffangbecken und einen Teich rund 400 Meter entfernt ist die Brühe geflossen.
Messungen ergaben einen pH-Wert von 1, also extrem säurehaltig. Die Sanierungsmaßnahmen sind aufwändig. Als Erstmaßnahme werden den stehenden Gewässern tonnenweise Kalk beigegeben, um die Säure zu neutralisieren. In der erwünschten chemischen Reaktion entsteht Gips, was hilft, die Böden und Böschungen der betroffenen Teiche zunächst zu versiegeln.
Fachfirmen mit Pumpwagen und riesige Tankcontainer auf Sattelaufliegern sind im Einsatz, um das kontaminierte Wasser aufzunehmen. Auch mehrere Bagger und Muldenkipper von Baufirmen werden hinzugerufen. Denn die Behörden ordnen ein Ausbaggern mit fachgerechter Entsorgung des Schlamms und des Erdreichs aus mehreren hundert Metern Regenwasserkanälen und den Teichen an. Lest den kompletten Einsatzbericht in Heft 9/2018.