Darmstadt (HE) – Die Firma Merck ist ein außergewöhnliches Unternehmen. Es begann vor über 350 Jahren mit einer kleinen Apotheke in Darmstadt. Heute hat der Global Player mehrere 100.000 Produkte im Angebot. Stammsitz ist bis heute Darmstadt. Und die Familie Merck hält nach wie vor die Mehrheit der Firmenanteile. Und auch die Werkfeuerwehr hat einige Besonderheiten aufzuweisen, wie wir bei unserem Besuch festgestellt haben.
Der Fuhrpark umfasst 17 Großfahrzeuge. Nur die beiden Hubrettungsfahrzeuge entsprechen der Norm. Alle anderen sind nach den Anforderungen der WF gefertigte Sonderfahrzeuge.
Die drei Highlights im Fuhrpark sind ein Aircore Turbinenlöschfahrzeug auf Raupenketten, ein Sonder-Lkw mit Sattelauflieger Chemie (20.000 Liter Fassungsvermögen) und ein Sonder-Löschmittelfahrzeug mit Löscharm auf MAN TGS 35.440 von Rosenbauer.
Das älteste Fahrzeug der WF ist inzwischen ein Unikat. Das Pulvertanklöschfahrzeug hatte Rosenbauer beriets 1993 auf einem Mercedes3235 8×4 aufgebaut. Als Löschmittel führt der “Leguan” (Spitzname wegen der besonderen Optik) 4.000 Liter Wasser, 4.000 Liter Schaummittelkonzentrat, 3.000 Kilogramm BC-Pulver, und 300 kg Kohlendioxid mit.
Anfang 2023 präsentierte die WF ihr neues Fahrzeug-Design. Nach wie vor steht Merck groß auf den Seiten. Dazu findet sich jetzt die firmentypische Wabenstruktur. Die Grundfarbe der Fahrzeuge ist Feuerrot, die Waben und die Schrift sind in einem leuchtenden Gelb gehalten. Das neue Design soll Aufmerksamkeit erregen und für Modernität stehen. In ähnlichem Design sind auch die sonstigen Merck-Fahrzeuge gestaltet.
Seit 2019 gibt es ein Social Media-Team innerhalb der WF. Mit Zustimmung der Merck-Pressestelle darf die Feuerwehr eigene Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Über die Sozialen Medien sollen vor allem junge Menschen erreicht und bestenfalls für die WF begeistert werden.
Aktuell gibt es im Werk 7.684 Feuerlöscher. Nach und nach werden die klassischen Ausführungen (soweit möglich) durch 10-Jahres-Löscher ersetzt. Dadurch entfällt der regelmäßige Wartungsaufwand. Nur die Kohlendioxid-Löscher werden weiterhin wie bisher gewartet und wieder befüllt.
Die WF unterhält eine eigene Akademie mit sieben festen Stellen und einem eigenen Gebäude (U40) samt Atemschutzübungsstrecke und San-Arena im Keller. Aus- und fortgebildet werden dort sowohl die Werkfeuerwehrleute als auch Merck-Beschäftigte (Verhalten im Notfall, Feuerlöschertraining, Erste Hilfe, Absturzsicherung, …). Alle Angebote können auch von anderen Betriebs- und Werkfeuerwehren und Unternehmen gebucht werden. Bei den Grundlehrgängen sind beispielsweise 80 Prozent der Teilnehmer Externe.
Die Werkfeuerwehr von Merck mit ihren vielen Besonderheiten stellen wir in der Oktober-Ausgabe 2023 des Feuerwehr-Magazins auf 12 Seiten ganz ausführlich vor. Aktuell ist das Heft im Handel erhältlich. Ihr könnt es aber auch ganz bequem bei uns im Online-Shop bestellen. Zum sofortigen Download oder portofrei als gedruckte Ausgabe nach Hause. >>>Einfach hier Klicken<<<