Celle (NI) – Zum Brand einer Scheune auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt (JVA) Salinenmoor im Celler Ortsteil Hustedt kam es am Samstagabend. Bei Eintreffen fanden die Einsatzkräfte der Feuerwehr das Gebäude bereits im Vollbrand vor.
Nächtliche Löscharbeiten an der brennenden Scheune in Hustedt. Eine Einsatzkraft der Feuerwehr richtet das Strahlrohr auf die Flammen. Die Löscharbeiten mussten später wegen der festgestellten Asbestbelastung im Dach unterbrochen werden. Foto: Feuerwehr Celle
Mit mehreren C-Rohren richteten die Feuerwehrleute umgehend Riegelstellungen ein, um ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Gebäude, angrenzende Vegetation und gelagerte Heuballen zu verhindern. Aufgrund der Lage veranlasste der Einsatzleiter mehrere Alarmstufenerhöhungen und alarmierte weitere Einsatzkräfte nach.
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Zur Löschwasserversorgung richtete die Feuerwehr zunächst einen Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen ein, da am Brandobjekt keine Entnahmestelle zur Verfügung stand. Im weiteren Verlauf des Einsatzes verlegte sie eine rund 1.000 Meter lange Schlauchleitung zu einem landwirtschaftlichen Brunnen, wobei der Schlauchwagen 2000 der Celler Feuerwehr zum Einsatz kam. Zusätzlich konnten die Einsatzkräfte einen weiteren Brunnen zur Wasserversorgung nutzen.
Während der Löscharbeiten stellte die Feuerwehr fest, dass das Scheunendach aus Eternitplatten bestand und eine Asbestkontamination möglich war. Die direkten Löschmaßnahmen mussten daher vorübergehend eingestellt werden. Zur Einschätzung der Lage zogen die Verantwortlichen Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) hinzu, die eine Gefährdung durch Asbest bestätigten. Auf Grundlage dieser Expertise setzten die Einsatzkräfte die direkten Löschmaßnahmen erst am Folgetag mit Unterstützung des THW fort. Eine Brandwache verblieb an der Einsatzstelle.
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Zur besseren Koordinierung gliederten die Verantwortlichen die Einsatzstelle in vier Einsatzabschnitte. Die Führungsgruppe Einsatzleitung unterstützte den Einsatzleiter organisatorisch. Die Logistik-Gruppe sorgte für eine sichere Dekontamination der eingesetzten Trupps und Gerätschaften und führte Material sowie Ausrüstung der Einsatzstelle zu.
Am Folgetag setzten die Einsatzkräfte die Löschmaßnahmen fort. Zwei Radlader des THW aus Burgdorf und Rotenburg zogen das Brandgut auseinander, wodurch die Feuerwehrleute die gelagerten Strohballen ablöschen konnten. Gegen 12.20 Uhr meldete der Einsatzleiter „Feuer aus“ an die Leitstelle, wobei die Nachlöscharbeiten noch einige Zeit in Anspruch nahmen.
Ein Mitglied der Feuerwehr löscht mit C-Rohr auseinandergezogenes Brandgut, während im Hintergrund einer der THW-Radlader bei den Nachlöscharbeiten unterstützt. Foto: Feuerwehr Celle
Die betroffene Scheune maß 35 Meter in der Länge und rund 15 Meter in der Breite. Zu keinem Zeitpunkt bestand Gefahr für Personen. Die ehemalige JVA selbst erfasste der Brand nicht.
Am Großeinsatz beteiligten sich insgesamt rund 150 Einsatzkräfte. Neben dem Technischen Hilfswerk, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Rettungsdienst des Landkreises Celle, dem Malteser Hilfsdienst Celle und der Polizei Celle kamen zahlreiche Einheiten der Feuerwehr zum Einsatz: die Ortsfeuerwehren Hustedt, Scheuen, Groß Hehlen und Celle-Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Celle, die Führungsgruppe Einsatzleitung und Logistik-Gruppe Hauptwache sowie die Fachgruppe Lichtmast Garßen der Freiwilligen Feuerwehr Celle und die Ortsfeuerwehr Eversen der Freiwilligen Feuerwehr Bergen.