Bremen – Na, wie oft seid Ihr gestern auf Aprilscherze hereingefallen? Zugegeben, bei manchen Meldungen mussten wir gestern schon mal genauer hinschauen. Die Qualität wird gefühlt jedes Jahr besser. Und so ging es vom Rückeanhänger für den Sturmeinsatz über Saisonzeiten im Einsatzdienst bis hin zu einem FLF-DLAK von Magirus.
Des Rätsels Lösung zu unserem Aprilscherz von gestern: Zwei hintereinander fotografierte Einsatzfahrzeuge auf einem Pressetermin bei Magirus. (Bild: Jan-Erik Hegemann)
Ja, das Flugfeldlöschfahrzeug mit dem Hubrettungssatz, welches unser Chefredakteur Jan-Erik Hegemann angeblich auf einem Pressetermin bei Magirus gesehen haben wollte, war nur eine optische Täuschung. Hinter dem Dragon stand eine ausgefahrene Drehleiter und durch die geschickte Wahl des Standorts und die Verwendung eines Teleobjektivs entstand der Eindruck, dass der Hubrettungssatz auf dem Dach des FLF montiert gewesen sei. Magirus machte den Spaß mit und wies sogar in seinem eigenen Aprilscherz zum AirCore 2GO darauf hin. Unter dem Hashtag: #InnovationTuesday gab es die tragbare handliche Löschturbine zu sehen. Außerdem seien bereits die ersten drei Bestellungen vom Stadt Ulm International Airport, dem Heliport Leonding sowie dem Fliegerhorst Giengen eingegangen, so das Unternehmen auf Facebook.
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Fahrzeugfotograf Heiner Lahmann von BOS-fahrzeuge.info wusste sogar zu vermelden, dass es ein solches Fahrzeug tatsächlich schon einmal gegeben habe, und zwar beim Heathrow Airport Fire Service in den 1980er Jahren. Der Major Airport Crash Tender war auf einem Gloster Saro Javelin aufgebaut und besaß eine hydraulische Plattform „Skyking“ mit einer Arbeitshöhe von 10,5 Metern.
Die FF Westerstede (NI, Kreis Ammerland) behauptete sogar, jetzt Mitwirkende in einer Sonderstaffel des beliebten Formats „Feuer & Flamme“ des WDR zu sein. Es sollte endlich auch mal um freiwillige Feuerwehren gehen. Auch bei der FF Pegnitz (BY, Kreis Bayreuth) hätten die Dreharbeiten zu dieser Sonderstaffel angeblich bereits begonnen. Nun müssen die Kameraden darauf wohl doch noch ein wenig warten. Von der DLRG in Bayern wurde das neue Einsatz-Tretboot vorgestellt – besonders umweltfreundlich. Und die vfdb (Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes) verkündete die Gründung des neuen Referats 18 – Lobbyarbeit.
Sogar Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge beteiligte sich mit dem Unimocopter an den Scherzen zum Monatsanfang: „In den Gebirgszügen des fernen Asiens hat es kürzlich unglaubliche Sichtungen gegeben. Zunächst war von fliegenden Drachen die Rede, bevor nüchterne Beobachter erkannten, dass es sich offenbar um Geländefahrzeuge mit Rotorblättern handelte. Okay, wir geben es zu: Unseren Ingenieuren war langweilig, und der Unimog hat zu Lande schon fast alles erreicht, was möglich ist. Also mussten wir abheben. Wir präsentieren … : den neuen Unimocopter. Nur für kurze Zeit. Sehr kurze Zeit … “ Dazu waren Bilder von zwei Unimog mit Rotorblättern und Heckausleger zu sehen.
Bei der FF Arnstadt (TH, Ilm-Kreis) konnte auf der Facebookseite über die Indienststellung eines Kranwagens berichtet werden. Damit würde dann auch die Tragehilfe bei RTW-Einsätzen entfallen, weil diese dann kurzerhand direkt vor das Fenster der betroffenen Wohnung gehoben werden könnten. Die FF Hilden (NW, Kreis Mettmann) testet das Reißverschluss-System für Einsatzfahrzeuge. Und die fliegerischen Besatzungen des Rettungshubschraubers „Christophorus 9“ in Wien können dank Fernübertragung künftig aus dem Homeoffice heraus zum Einsatzort fliegen.