Delitzsch (SN) – Am Donnerstag ist im Recyclingunternehmen der Kreiswerke Delitzsch (Kreis Nordsachsen) ein Förderband der Brennstoffproduktion in Brand geraten. Eine große schwarze Rauchwolke breitete sich rasch aus. Ein gewaltiger Rauchpilz war noch bis zur Autobahn A9 und zur B100 bei Bitterfeld in Sachsen-Anhalt zu sehen.
Die tiefschwarze Rauchwolke war in einem Umkreis von 20 Kilometern von Delitzsch zu sehen. Foto: NEWS5 | Grube
Der Einsatz begann mit dem Alarmstichwort „B1“, doch der Einsatzleiter erhöhte die Einstufung rasch auf „B3“ – ein bestätigter Großbrand. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Delitzsch erhielten Unterstützung von der Feuerwehr Eilenburg sowie der Branddirektion Leipzig, die mit mehreren Drehleitern anrückten. Das betroffene Gebäude war stark einsturzgefährdet, weshalb die Einsatzkräfte die Flammen ausschließlich von außen über jene Drehleitern bekämpften. Teile des Daches stürzten dabei ein. Die Löschwasserversorgung bereitete zu Beginn Schwierigkeiten, konnte jedoch über die Hauptstraße stabil aufgebaut werden. Zusätzlich trugen die stationären Löschanlagen des Betriebs dazu bei, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Insgesamt blieb rund die Hälfte der Halle erhalten.
Anzeige
Alle Beschäftigten der Entsorgungsanlage konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. „Gut war, dass sämtliche Mitarbeiter aus dem Objekt schon raus waren, als wir eingetroffen sind“, erklärt Kreisbrandmeister Ingo Weber, „so dass wir uns komplett auf die Brandbekämpfung konzentrieren konnten.“
Über die Katastrophenwarn-Apps KATWARN und NINA erhielt die Bevölkerung die Empfehlung, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten. Zur Brandursache gibt es bislang keine Erkenntnisse. Auch die Höhe des Schadens lässt sich derzeit noch nicht beziffern. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.